Buchpräsentation am 03.11.2010 um 19:00 Uhr

Die Wölfin von Arnsberg

Ritterliche Romanfiguren werden lebendig -gestaltete Lesung auf dem Wasserschloss Werdringen

Ein Mut, der an den Seinen zum Verräter wird, ist gut fürs Höllenfeuer und ist ein Hagelschlag für allen hohen Wert und Adel. Wolfram von Eschenbach, Parzival

Für Hagener Geschichtsfans dürfte es keine Neuigkeit sein, dass sich auf dem Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle des Öfteren tapfere Ritter und edle Burgfräulein tummeln. Neu ist jedoch, dass die fiktiven Abenteuer, die diese Ritter erleben, jetzt Schwarz auf Weiß als Roman erschienen sind und am 3. November um 19 Uhr bei einer Lesung in Werdringen vorgestellt werden. Der Roman „Die Wölfin von Arnsberg“ von Anja Grevener, entstanden im Kreis der Freien Ritterschaft Miles et Vanitas aus Menden und der Hagener Ritterschaft der Wolfskuhle, erzählt die Lebensgeschichte der Ermengardis von Arnsberg, die im 13. Jahrhundert turbulent auf die Familie derer von Volmarstein trifft. Ihre Geschichte wird im November auf dem Wasserschloss Werdringen mit Blick auf den ehemaligen Wohnort der Volmarsteiner Protagonisten in einer gestalteten Lesung lebendig werden.

Ein kurzer Blick in die Handlung

Westfalen im 13. Jahrhundert. Ermengardis ist die Schwester des Grafen Konrad von Arnsberg. Sie wurde gegen ihren Willen von ihm ins Kloster Oelinghausen verbannt und sinnt seitdem auf Rache. Eines kalten Novemberabends erhält sie tatsächlich unerwartet die Gelegenheit, die engen Klostermauern zu verlassen, als ein geheimnisvoller Besucher im Konvent erscheint. Es ist Siegfried von Westerburg, frisch ernannter Erzbischof von Köln und geschworener Erzfeind des Grafen von Arnsberg. Ermengardis folgt ihm nach Köln und dort drohen sich die Ereignisse zu überschlagen: ein untadeliger Ritter wird enteignet, ein anderer Heißsporn entführt eine verheiratete Frau, im Trubel des Karnevals geschieht neben Fehdeerklärungen und Genusssucht beinahe ein Mord und über allem schwebt die drohende Gefahr eines Komplotts gegen Siegfried von Westerburg, das erst in der legendären Schlacht von Worringen 1288 seine endgültige Lösung finden wird. Aber gerade den Feldzug gegen Konrad verliert der Erzbischof nicht aus den Augen. Wird er es schaffen, sich Arnsberg doch noch untertan zu machen? Und welche Rolle spielen der Ritter Dietrich von Volmarstein und sein Bruder Hermann in den Wirren der Intrigen in der Kölner Pfalz?

Mischung aus Fakten und Living-History

Das Besondere an „Die Wölfin von Arnsberg“ ist die Mischung historischer Persönlichkeiten wie Dietrich von Volmarstein, der tatsächlich an der Schlacht von Worringen teilnahm und dem Erzbischof sehr nahe stand, mit den Charakterzügen und modernen Interpretationen so genannter Re-enactors, die auf Mittelaltermärkten wie zum letzten Mal 2009 in Werdringen oder bei historischen Schauspielen diese Figuren auf sehr persönliche Weise zum Leben erwecken. Aus diesem Grund gibt es im Buch auch stimmungsvolle Fotos der beiden Ritterschaften – als bebilderter Reiseführer in die mittelalterliche Welt des Romans.

Der Schlossverein Werdringen möchte Interessierte zu der Lesung am 3. November um 19:00 Uhr herzlich einladen zu einer spannenden und äußerst lebendigen Reise ins Mittelalter an Rhein und Ruhr. Denn dann werden die Geister der Vergangenheit äußerst lebendig von sich selbst erzählen können ...